Elterngruppe "Leere Wiege"

Bestimmt wird es einen Anlauf benötigen, eine innere Kraftanstrengung, sich auf den Weg zu uns zu machen! Bitte denken Sie daran: Sie sind hier von Herzen willkommen!
Manchen Menschen fällt es zusätzlich schwer, sich in neuen, schon bestehenden Gruppen zurechtzufinden. Wir haben deshalb nachfolgende Informationen zusammengestellt.

Was bringt mir eine solche Gruppe?

Das werden Sie sich vielleicht fragen. Wir möchten meist schnell aus
unserer lähmenden Trauer, die zudem noch so unterschiedlich von Frau
und Mann empfunden wird, heraus. Doch das braucht einfach viel Zeit!
Man ist hier unter ähnlich Betroffenen.
Vielen hilft es, diese Treffen als ein Ritual zu sehen, als einen
Ort, an dem man Zeit in Gedenken an das verstorbene Kind verbringt.

Gesunde Trauer braucht Zeit! Viele Studien belegen, dass diese
Gruppen sehr hilfreich dabei sind.

Beim ersten Besuch in der Gruppe ist es üblich, dass die "Neuen"
einfach nur erst einmal zuhören. Aber auch später muss sich niemand
an irgendetwas beteiligen.
Da sein.
Geschützter Raum.
Sich verstanden fühlen.

Sie legen fest, wie oft und wie lange Sie diese Gruppe besuchen möchten.
Wir treffen uns alle 14 Tage dienstags von 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Bitte erkundigen Sie sich nach dem nächsten Treffen über das Kontaktformular.

Und nochmals: Fühlen Sie sich herzlich eingeladen!

Anreden

Wir duzen uns hier. Wenn Sie das nicht möchten, melden Sie sich dazu.

Regeln der Gruppe

Wenn die Tränen rollen, trösten wir hier nicht. Tränen dürfen einfach sein. Es ist keine Ignoranz, sondern soll eine Entlastung für den Weinenden sein!
Wir bewerten die Trauer der anderen Eltern nicht!
Auch unterschiedliche Weltanschauungen haben hier ihren Platz.

Teilnehmer

Alle Eltern hier betrauern ein Kind, das in der Schwangerschaft bis um den ersten Geburtstag herum gestorben ist.
Es kommen Paare, Frauen oder Männer alleine oder auch im Wechsel.
Die Teilnehmerzahl variiert sehr stark! Manchmal sind wir zu viert, manchmal besuchen uns 24 Menschen. Dies erklärt sich dadurch, dass wir niemanden auf eine Warteliste setzen wollen. Wenn es sehr voll ist, bieten wir meist zusätzlich eine „Feste Gruppe“ an.

An- und Abmeldungen

Wir bereiten die Abende natürlich vor: Kleingruppen, Teetassen, Materialien und vieles mehr. Deshalb ist es gut für uns zu wissen, wer nicht kommt. Wir bitten Euch deshalb herzlich um eine kurze Info! Der Grund ist dabei für uns vollkommen unwichtig!

Der Ablauf

Die Abende haben eine Struktur. Am Anfang hören wir einen Text oder ein Musikstück. Das soll uns helfen, hier auch innerlich anzukommen.
Danach gibt es eine Anfangsrunde. „Was liegt obenauf?“ An dieser Runde muss sich niemand beteiligen, man kann das Wort auch einfach weiter reichen. Oft ist es aber eine Erleichterung, von Erlebtem zu berichten, Anteilnahme zu erfahren.

Der Kern des Abends bildet ein vorbereitetes Thema.Beispielhaft sei hier genannt:

Unterschiedliches Trauern von Frau und Mann,Rückkehr in den Alltag,gesunde Trauerreaktionen oder auch Kreatives.
Den Abschluss bildet wieder eine Abschiedsrunde.
Es bleibt viel Zeit für den persönlichen Austausch, aber auch Schweigen hat seinen Platz!

Bibliothek

Es ist eine so genannte Vertrauensbibliothek. Ihr könnt Euch gerne so lange und so oft Bücher ausleihen, wie Ihr mögt. Bitte tragt Euch dazu in das Buch ein. Wir freuen uns natürlich auch über Neuzugänge an Literatur!
Einfach mal stöbern!

Schweigepflicht

Es ist für uns selbstverständlich, dass alles hier Gesprochene im Raum bleibt.

Datenschutz

Die uns anvertrauten Daten dienen uns zur Information. Sie werden absolut vertraulich behandelt!

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Gruppenleitungen

Foto

Teamleitung Heidi (Blohmann)
Im Jahre 2004 habe ich die Elterngruppe „Leere Wiege“ initiiert. Als
Hebamme habe ich mich schon immer für verwaiste Eltern engagiert.
Von 2002 bis 2004 habe ich die Ausbildung zur Sterbe – und
Trauerbegleiterin in Berlin absolviert. Darüber hinaus verfüge ich
über eine Zusatzqualifikation in Trauma Beratung und – Therapie. Ich
freue mich, dass ich von einem Gruppenleiterteam unterstützt werde!

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Wiebke
Hallo, ich heiße Wiebke Kuhlmann. Mein Mann Arne und ich haben im
Herbst 2008 nach dem
Tod unserer Zwillinge zur Leeren Wiege gefunden. Wir haben dann
gemeinsam ca. 1,5 Jahre die offene sowie eine feste Gruppe besucht
und aus dieser Zeit sehr viel Positives mitgenommen. Jetzt möchte ich
das gerne an Euch weitergeben. Deshalb unterstütze ich die
Gruppenleitung seit 2011 so oft es mein Schichtdienst zulässt. Ich
freue mich darauf, Euch in der Gruppe oder bei anderen Gelegenheiten
kennen zu lernen!

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Manuela
Hallo Ihr Lieben, ich bin Manuela Bewer, Jahrgang 1981 und aus
Hannover. Zu mir gehören mein wundervoller Mann Valentin und unsere
zwei Sternenkinder Jakob Alexander und Marlene. Die Leere Wiege
kennen wir seit 2013 und sie wurde ein fester Bestandteil unseres
Lebens. Seit Februar 2015 bin ich Gruppenleiterin.
Durch meine Kinder habe ich meinen Weg im Leben finden können und
arbeite nun als Fotokünstlerin. Vielleicht habt Ihr mich bei der
einen oder anderen Gelegenheit schon mit meiner Kamera gesehen.
Ich freue mich, Euch bei den kommenden Veranstaltungen zu treffen und
kennenzulernen.
Bis bald Manuela

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Claudia
Ich heiße Claudia Richter. Gemeinsam mit Mann und Sohn lebe ich in
Hannover-Linden. Die Leere Wiege hat uns 2013 in eigenen schweren
Zeiten Halt, Kraft und Zuversicht gegeben. Ich gehöre seit März 2015
zum Team der Gruppenleiter der Elterngruppe. Außerdem hege und pflege
ich unseren Schrebergarten, spiele Amateurtheater, lese und bin
überhaupt gern unterwegs.
Wir sehen uns sicher bei einem Gruppenabend oder der einen oder
anderen Veranstaltung. Bis dahin wünsche ich Euch allen viel Kraft,
Zuversicht und Sonne im Gesicht!
Claudia

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Alexander
Hallo! Ich heiße Alexander Kiesow, Jahrgang 1979, und lebe mit meiner
Familie in Hannover-Linden.
Mit meiner Trauer und einiger „Anlaufzeit“ habe ich den Weg 2014 zur
Leeren Wiege gefunden. Die Elternabende ermöglichten mir ein
regelmäßiges Zeitfenster und einen sicheren, neutralen Ort, wo ich
mich als Vater, Mann und Lebenspartner der eigenen und gemeinsamen
Trauer stellen konnte. Dafür bin ich sehr dankbar. Anfang 2016 habe
ich mich von der Leeren Wiege zum Gruppenleiter ausbilden lassen und
begleite seitdem die Elterngruppe.
Ich freue mich sehr darauf, Euch kennenlernen zu dürfen.
Euer Alexander

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Güldane
Ich heiße Güldane (und bin älter, als ich aussehe)! Seit 2011 kenne ich die „Leere Wiege“ – natürlich aus eigener Betroffenheit. Gerne möchte ich von meinen Erfahrungen andere profitieren lassen und letztlich auch Gutes weiter geben. Seit 2012 begleite ich die Elterngruppen. Auch ich habe zuvor eine entsprechende Fortbildung besucht. Vielleicht sehen wir uns?! Ich bin sicher, dass auch Ihr Euren Weg finden werdet!

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Marion
Hallo, mein Name ist Marion Horn-Schneider. Ich wohne mit meiner
kleinen Familie in Hannover. Ende 2011 haben mein Mann und ich die
Leere Wiege kennengelernt und dort viel Hilfe bekommen. Im Frühjahr
2015 habe ich mich bei Heidi nun selbst als Gruppenleiterin ausbilden
lassen. Auf diese Aufgabe freue ich mich nun sehr und hoffe, dass
viele Eltern von den Elterngruppen profitieren können.
Liebe Grüße, Marion

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Stefanie
Hallo, ich heiße Stefanie Bendfeldt und lebe mit meiner Familie in
Laatzen. Ich bin Anfang 2014 zur Leeren Wiege gekommen und habe sehr
viel Gutes, sowohl in der Elterngruppe als auch bei den vielfältigen
Veranstaltungen, erfahren dürfen. Der Austausch und einfach das
Beisammensein mit anderen Eltern in einer geschützten Atmosphäre
waren
mir eine wichtige Stütze und Konstante auf „meinem Weg“. Nach meiner
Ausbildung zur Gruppenleiterin im Februar 2016 darf ich das
Gruppenleiterteam nun tatkräftig unterstützen. Gerne möchte ich Euch
jetzt gerne ebenso zur Seite stehen, wie es damals die Gruppenleiter
für mich getan haben. Ich freue mich auf Euch! Steffi

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Miriam
Hallo, ich heiße Miriam Hoppmann, bin Jahrgang 1978, und lebe mit
Mann, zwei Kindern und Familienkatze ganz im Süden der Region
Hannover. 2009 haben mein Mann und ich die Leere Wiege in unserer
Trauer kennen lernen und viel Unterstützung durch sie erfahren
dürfen. Nach der Gruppenleiterausbildung bei Heidi im Frühjahr 2015
darf ich nun die Elterngruppe unterstützen. Ich freue mich sehr über
diese Aufgabe und darauf Euch kennen zu lernen.

Martin

Hi, mein Name ist Martin und ich bin nach dem Tod unserer Tochter im Jahr 2017 zur Leeren Wiege gekommen. Am Anfang war ich skeptisch ob eine solche Gruppe das richtige für mich ist. Ich habe mich gefragt: „Hilft mir das?“. Ich hatte die Bilder im Kopf von Selbsthilfegruppen, wie man sie aus Filmen kennt.
Nun kann ich sagen, zum einen es ist anders als ich es damals befürchtet hatte und ja es hat mir geholfen. Ich bin sehr froh und dankbar, das es Menschen gibt die diesen Verein gegründet haben, ihn mit Leben füllen und so für andere Menschen da sind. Ich wurde begleitet und es hat mir sehr gut getan. Das Gefühl, das ich mit dem größten Leid und Schmerz nicht allein bin, hat mir Mut gemacht. Nachdem meine Frau und ich ein Jahr lang in die offene Gruppe gegangen sind, war es dann irgendwann Zeit für uns, uns von der Gruppe zu lösen. Nach einiger Zeit, in der wie Abstand zur Gruppe hatten schlich sich jedoch ein Gedanke immer wieder bei mir ein. Ich wollte etwas zurückgeben, mich beteiligen und dafür sorgen, dass auch andere Menschen erleben können, dass Sie nicht alleine sind. Als dann über den Wegbegleiter die Anfrage kam, ob es Interessenten gibt habe ich mich gemeldet und habe die Gruppenleiterausbildung gemacht.
Wenn ihr euch nun beim lesen fragt, was macht Martin denn sonst noch, könnte ich nun hier viel schreiben um das zu beantworten. Aber ehrlich gesagt ist das alles für die Arbeit in der Leeren Wiege nicht wichtig. Was hier zählt ist die eine Gemeinsamkeit die uns hier alle verbindet und die uns unser ganzes Leben begleiten wird. Der Verlust unseres Kindes. Unsere Trauer und wie wir damit leben und umgehen. Es ist schwer, es ist anstrengend, aber es wird auch besser. Dabei möchte ich helfen.

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Sandra
Ich bin Sandra, mit meinem Mann, unseren drei Kindern und unserem Hund lebe ich, zwischen Hannover und Hildesheim, in Sarstedt. Mein Weg führte mich im Frühjahr 2014 zum Verein Leere Wiege, als unser Sohn verstarb. Dort habe ich zuerst viel Unterstützuung in der offenen Gruppe gefunden. Das zeigte sich mir in Form von offenen Ohren, die nicht müde wurden vom vielen Klagen. Ich bekam gute Ratschläge, um die Menschen mit ihren Reaktionen um mich herum besser zu verstehen. Und ich habe auch wieder den Mut gefunden zu lachen. In der anschließenden festen Gruppe haben sich entstandene Kontakte in der Gruppe mit anderen betroffenen Eltern gefestigt, was ebenso eine Bereicherung war. Das ist nur ein kleiner Einblick wie sehr mir dieser Verein mit ihren Unterstützern geholfen hat. Es tat einfach gut! Darum möchte ich nun etwas zurückgeben und habe mich zur Gruppenleiterin ausbilden lassen. Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und darauf euch kennenzulernen!
Eure Sandra

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Bartosz
Hallo! Ich heiße Bartosz Zidek, bin Jahrgang 1984 und lebe mit meiner Frau und zwei Hunden im wunderschönen Heidekreis.
Die "Leeren Wiege" war und ist für uns eine großartige Unterstützung den Weg der Trauer nicht allein,
sondern gemeinsam mit jungen Eltern, die ähnliches erlebt haben, zu bestreiten.
Wir haben sehr viel Hilfe und Unterstützung erfahren, die ich gern als Gruppenleiter weitergeben möchte.


Anke
Hallo,

mein Name ist Anke.
Mein Mann und ich sind nach dem Tod unseres Sohnes 2017 zur Leeren Wiege gekommen.
In der offenen und später auch in der festen Gruppe haben wir uns gleich gut aufgehoben gefühlt. Es tat gut, zu merken, dass man in dieser schwierigen Zeit nicht alleine ist und sich auch mit anderen betroffenen Eltern austauschen konnte.
Nun möchte ich gerne etwas zurück geben und Eltern in ihrer Trauer unterstützen.
Daher habe ich mich Ende 2018 von Heidi zur Gruppenleiterin ausbilden lassen.
Ich freue mich darauf, euch demnächst in der Elterngruppe begrüßen und euch ein Stück eures Weges begleiten zu können.
Bis dahin, liebe Grüße - Anke