Die Begleitung in der Folgeschwangerschaft


"In dieser Schwangerschaft ist alles regelrecht, alles ist in Ordnung. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen!"


Wenn das nur so einfach ginge!
Häufig kehren alte Ängste und Schuldgefühle zurück. Einfach nur Freude auf das nächste Kind erscheint unmöglich. Man horcht in sich hinein, beobachtet sich ängstlich, gibt vielen normalen "Beschwerden" zu viel an Bedeutung. Die Seele kann sich nicht unbeschwert freuen und der Verstand weiß, dass alles in Ordnung ist.

Ängste sind behandlungsfähig! Und Ihnen steht auch hier eine Begleitung zu! Sich Hilfe zu holen zeugt von Stärke, nicht von Schwäche!

Hierbei gibt es kein allgemein gültiges Konzept. Die Begleitung wird immer individuell erarbeitet und beinhaltet viele kreative Elemente.

Diese Leistung wird von den Krankenkassen getragen.

Hebamme Heidi Blohmann
(Trauerbegleiterin mit Zusatzqualifikation in Trauma Therapie)

Mail: blohmann-krueger(at)t-online.de

Rückmeldungen von Müttern, die in der Schwangerschaft begleitet wurden

Für Heidi
"Das Herzchen schlägt - Sie sind schwanger!". Dieser Satz meiner
Gynäkologin ließ mein Herz stolpern: Erst große Freude, dann die
Angst: Wie soll ich die Schwangerschaft aushalten?, Wird das Kind
gesund sein?, Was, wenn wir auch dieses Kind verlieren? Meine
Folgeschwangerschaft begann.

Heidi Blohmann hat mich in der Folgeschwangerschaft begleitet. Sie
hat meine Ängste und Sorgen gehört, aber auch an der leisen Freude
teilgenommen. Vor allem unsere regelmäßigen Treffen haben mich sehr
unterstützt: "Schon wieder 4 Wochen rum", war mein Gedanke und "Hier
darf ich auch über meine Ängste sprechen ohne Sorge haben zu müssen,
dass mein Mann oder meine Familie auch mit in die Angstspirale
stürzen".

Und wenn zwischen den persönlichen Treffen Fragen oder
Ängste hochgekommen sind, mich nicht schlafen lassen haben oder meine
Freude zu ersticken drohten, war es für mich sehr hilfreich, Heidi
meine Fragen oder Sorgen per E-Mail zu schicken. Allein das Schreiben
hat geholfen, vor allem aber das Wissen darum, dass schnell eine
fundierte Antwort kommen wird und ich nicht allein bin.

Nicht-allein-sein in der Folgeschwangerschaft, sondern ein
Kompetenzteam aufzubauen und Unterstützung einzufordern, darin hat
Heidi mich sehr unterstützt. Ihre Parabeln aus "Jim Knopf und Lukas
der Lokomotivführer" und anderen Geschichten haben mir geholfen, die
Ängste zu kontrollieren, auch anzunehmen, dass Angst in einer
Folgeschwangerschaft ein Teil ist, es aber in meiner Hand bzw. in
meinem Kopf liegt, meine Gedanken zu lenken.

Damit ist Platz entstanden, die schönen Momente in dieser
Schwangerschaft wahrzunehmen. Der Scheinriese Herr Turi begleitet mich
auch heute noch oft, wenn meine Gedanken fatalistisch und
katastrophierend werden.

Auch im Umgang mit der medizinischen Betreuung in der
Folgeschwangerschaft, der ständigen Diagnostik und dem Suchen nach
Komplikationen stand Heidi mir hilfreich mit Fachwissen und
Distanzierungsmöglichkeiten zur Seite.

Heidi hat mir geholfen, mich auf das Schöne zu konzentrieren, die guten
Nachrichten zur Entwicklung unseres ungeborenen Kindes zu hören und
nicht nur auf meine "Ja-abers" zu fokussieren.

Inzwischen ist unser Kind geboren -
und ich habe durch die Folgeschwangerenbegleitung von Heidi ganz
viele schöne Erinnerungen an diese Schwangerschaft: ein
Dankbarkeitstagebuch, in dem die kleinen und großen schönen Momente
der Schwangerschaftstage festgehalten sind, einen weißen Wolf auf dem
Nachttisch, einen Schwangerschaftskalender mit vielen grün- und
wenigen rotmarkierten, angstgeprägten Tagen, viele E-Mails mit
unterstützenden Worten und vor allem stärkende Gespräche.

Danke!Sarah

Für Heidi

Als wir unseren 1jährigen Sohn nach einer schweren Krankheit verloren,
war ich wieder im 3.Monat schwanger. Die Trauer über den Verlust und
die Freude über das neue Leben in mir, ließen sich nicht vereinbaren.
Als dann zusätzlich Schuldgefühle aufkamen, mußte ich mir Hilfe holen,
weil ich wußte, dass ich sonst nicht für das neue Baby da sein konnte.
In Heidi habe ich eine Hebamme gefunden, die mich in meiner Trauer
verstehen und begleiten konnte. Mein Mann konnte es mir jedes Mal
ansehen, wenn ich bei Heidi war, er sagte: du strahlst heute so, warst
du wieder bei Heidi?
Die Treffen mit ihr taten mir in der Tat so gut, dass ich mich auf das
neue Baby freuen und irgendwann sogar meine Schuldgefühle loslassen
konnte. Natürlich konnte mir Heidi nicht den Schmerz und die Trauer
nehmen, aber sie half mir mit ihren einfülsamen Gesprächen und der
"Gemäldemethode" besser damit umzugehen.

Alles Liebe von Inga