Fortbildungsangebote



Leere Wiege - Begleitung bei früh verwaisten Eltern
Fortbildungsangebot für Gynäkologen, Hebammen, Gesundheits – und Krankenpflegerinnen sowie andere beruflich Interessierte

In unserem Berufsalltag kommt es häufig zu einem Kontakt mit früh verwaisten Eltern. Sei es in der Anamnese, in der akuten Geburts- und/oder Wochenbettbetreuung. Eigene Ängste und Unsicherheiten zum Umgang können dann auftreten. Dieses Seminar wird Sie bei dieser besonderen Herausforderung unterstützen, Ängste nehmen und konkretes „Handwerkszeug“ anbieten.
Heide-Marie Blohmann, Hebamme, Sterbe – und Trauerbegleiterin mit Zusatzqualifikation In Traumatherapie, engagiert sich seit vielen Jahren für früh verwaiste Eltern beruflich und ehrenamtlich. Durch praxisnahe Vorträge, Arbeit in Kleingruppen und Rollenspiele erarbeiten Sie sich wichtige Grundlagen für den Umgang mit Eltern und Angehörigen, die sich auf dem Weg der Trauer befinden.

Maren Dostal, Vorsitzende des Regenbogenvereines Göttingen und Trauerbegleiterin, stellt die Möglichkeiten der Begleitung/ Beratung von früh verwaisten Familien direkt in Göttingen vor.

Termin: 11. - 12.04. 2019

Veranstaltungsort: Düstere Str.19 Göttingen

Kosten: 45 Euro incl. Pausensnacks und Getränke

Veranstalter: Familienbildungszentrum Göttingen

Anmeldung: fabi-goe@t-online.de (Bitte nur dort!)
.



Leere Wiege
Fortbildung für Hebammen

Beschreibung
Wir alle sind sicher schon einmal mit Fehl- und Totgeburten
konfrontiert worden. Sei es in der Anamnese, akut oder auch in der
Wochenbettbetreuung. Oftmals reagieren wir dann verunsichert. Eigene
Ängste und Unsicherheiten zum Umgang können auftreten. Dieses Seminar
wird Sie bei dieser besonderen Herausforderung unterstützen, Ängste
nehmen und konkretes “Handwerkszeug” aufzeigen.

Inhalte
die Trauerphasen / Trauerräume, Grundaussagen, Komplikationen in der
Trauerverarbeitung, häufige Diagnosen, Trauer braucht Sprache -
Gesprächsführung, die stille Geburt, hilfreiches Begleiten, Nottaufe
/ Segnung, Mementos, Fotoschulung post mortem, rund um die Bestattung
und rechtliche Grundlagen
Die „Nachsorge“: kreative Wochenbettbetreuung für verwaiste Mütter,
Betreuungsanspruch, Formalien und Dokumentation, Erarbeiten von
Betreuungsleitfäden = jede Menge Input!

Referentin
Heide-Marie Blohmann, Hebamme, Sterbe- und Trauerbegleiterin,
Zusatzqualifikation in Traumaberatung und - therapie

Teilnahmegebühren
Bitte beim Veranstalter erfragen

Teilnehmer/innen:max. 12 Teilnehmer

Termine

23. und 24. Mai 2019 Teil I
25.Oktober 2019 Teil II ( Das verwaiste Wobe )
Die Teile können auch einzeln gebucht werden.

Veranstaltungsort Hannover

Veranstalterin Landesfortbildung für Hebammen

Ansprechpartnerin
Über: www.hebammenbildung.de

Bitte beachten Sie, dass ich keine Infos zu Anmeldungen, Kosten ect. geben
kann. Ich bin lediglich Referentin. Wenden Sie sich dazu an den Veranstalter. Danke!

Rückmeldungen von Fortbildungsteilnehmerinnen

Rückblick und Feedback des Seminars
„Leere Wiege“ vom 04.11. bis 06.11. in Hannover

Die Fortbildung hat ein Thema angesprochen, zu welchem es im Bereich der
Hebammenarbeit viel zu wenige Angebote und Weiterbildungsmöglichkeiten
gibt. Allein deswegen kann man dieses Seminar als Bereicherung für unseren
Berufstand ansehen.
Die Dozentin Heide-Marie Blohmann arbeitet fast ausschließlich mit früh
verwaisten Müttern zusammen und verfügt über einen großen Erfahrungsschatz
im Bereich der Betreuung von Fehl- und Totgeburten sowie im Bereich des
verwaisten Wochenbetts. Ich habe bisher keine Kollegin erlebt, die derart
spezialisiert in diesem Tätigkeitsfeld ist. Darum war das Seminar sehr lehrreich
und informativ. In 22 Stunden konnte uns Frau Blohmann durch ihre Erfahrungen
sehr viel neues Wissen vermitteln. Ich fühle mich durch die Inhalte der
Fortbildung sehr gestärkt und bin dankbar, dass ich nun viel nützliches
Handwerkszeug für die Betreuung mit verwaisten Müttern erhalten habe.
Frau Blohmann ließ uns auf vielfältige Art und Weise an ihren bisher gemachten
Erfahrungen und Erlebnissen teilhaben. Da sie schon so viele verwaiste Eltern
begleitet hat, konnten wir von ihr als Dozentin sehr profitieren. Es kamen ganz
neue Aspekte im Bereich der Begleitung von Eltern deren Kind gestorben ist zur
Sprache, welche man vorher vielleicht gar nicht bedacht hätte. Außerdem
wurden Gesprächstechniken und non-verbale Kommunikation zum Thema
gemacht, was ebenfalls sehr interessant war. Die Dozentin hat uns
Anschauungsmaterial wie etwa Fotos oder Mementos mitgebracht. Anhand der
Fotos konnte diskutiert werden wie diese auf die betroffenen Eltern wirken und
was man tun kann, um eine würdevolle Erinnerung an die verstorbenen Kinder zu
erstellen. Man bekam auch wunderbar ein Verständnis für weitere Mementos,
welche man vorher vielleicht gar nicht kannte. Frau Blohmann vermittelte uns
durch ihre Leidenschaft zu ihrer Tätigkeit sehr gut, wie wichtig es ist,
Erinnerungen zu schaffen und dabei zu unterstützen, dass die Eltern am Ende
zumindest ein paar Dinge in den Händen halten können, welche sie positiv mit
ihrem Kind verbinden.
Anhand eines Rollenspiels wurde gezeigt, wie man eine Mutter langsam daran
heranführen kann, ihr verstorbenes Kind sich anzusehen. Es war beeindruckend
auf welche Art und Weise Frau Blohmann dies angeht, wie sie kommuniziert hat
und immer der Frau zugewandt war. Davon konnten wir als
Seminarteilnehmerinnen unseren Wissensschatz sehr erweitern. Im Anschluss an
die verschiedenen Themen wurde immer offen diskutiert und es blieb jeweils
Zeit für Fragen.
Auch rechtliche Aspekte, beispielsweise um die Bestattung eines Kindes, wurden
besprochen, was auch sehr gut und interessant war. Einige Dinge waren für mich
persönlich ganz neu, was zum Beispiel die Nutzung eines Sarges angeht.
Zu allen Inhaltpunkten gab es ein Skript, welches als überschaubares
Nachschlagewerk benutzt werden kann. Zeit zum Mitschreiben gab es auch
immer genug.
Zusammengefasst kann ich für mich persönlich von Glück sprechen, an diesem
Seminar teilgenommen zu haben. Ich ging mit vielen Wissensschätzen von Frau
Blohmann nach Hause, welche für meine Arbeit sicherlich von Bedeutung sein
werden. Meiner Meinung nach sollte jede Hebamme mindestens einmal eine
derartige Fortbildung mitgemacht haben, denn auch wenn wir nicht unbedingt
häufig mit verwaisten Eltern zu tun haben, so kommt es dennoch immer mal
wieder vor und dann ist es wichtig zu wissen was man tut und wie man es tut.
Außerdem sollte es viel mehr Hebammen geben, die auch im verwaisten und früh
verwaistem Wochenbett so umfassend und gut betreuen können wie Frau
Blohmann dies tut. Das Thema rund um Fehl- und Totgeburten ist immer noch
nicht präsent genug, sei es in der Ausbildung von Hebammen, in den Kreißsälen
und auch in der Öffentlichkeit. Dafür bekam man in dem Seminar ein Verständnis
und jede von uns Teilnehmerinnen wird sicherlich in Zukunft noch ein bisschen
anders damit umgehen.

Hallo Heidi,-
Du wirst es wohl glauben und trotzdem irre: ich hatte gestern in meinem ersten Spät-Dienst nach der FoBi: eine Frau die in der 17.SSW bereits geboren hatte am Mittag.
Wir haben dann nachmittags zusammen Baby angeschaut , ich habe mit meiner Kollegin schöne Fotos gemacht und und....
Habe mich viel sicherer gefühlt als vorher.....
DANKE
Maren

Bericht über die Fortbildung „Leere Wiege“ vom 04.11.-06.11.
Es waren drei tolle und sehr umfangreiche Fortbildungstage!
Diese haben folgende Themen beinhaltet: Totgeburten und Geburten von Babys,
bei denen schon im Vorfeld feststeht, dass es nicht lange überleben kann, frühe
und späte Fehlgeburten und induzierte Abbrüche.
Diese Themen haben wir dann auf die Bereiche Geburt und Wochenbett bezogen
durchgenommen.
Dazu haben wir von Heidi sehr gutes Handwerkszeug bekommen sie hat und uns
viele ihrer langerprobten Schätze verraten. Das war ein großes Glück, denn das
tut bestimmt nicht jeder!
Ich habe viel mitnehmen können und einen Großteil meiner Berührungsängste
mit dem Thema ablegen können. Ich denke aber auch, man bräuchte noch etwas
mehr Zeit als 3 Tage, da viel Gesprächsbedarf dazwischen in unserer Gruppe
entstanden war.
So eine Fortbildung sollte wohlmöglich als Pflichtthema vorgeschrieben sein, da
es uns alle irgendwann einmal betrifft.